Bewertung von Prüfergebnissen

Ergebnisse im Prüfbericht „richtig“ bewerten


„Entsprechen die gefertigten Bauteile den Vorgaben? Liegen die Merkmale der Bauteile innerhalb der spezifizierten Grenzen?“ Diese Frage stellen sich Hersteller und Lieferanten regelmäßig. Das ist einer der Gründe warum Bauteile geprüft und gemessen werden.

In einem Prüfbericht werden die Ergebnisse der taktilen Messung für den Kunden dargestellt und mit den Sollwerten verglichen. Für die einfache Lesbarkeit werden hierzu auch die Farben „grün“ für „innerhalb der Toleranz“ und „rot“ für „außerhalb der Toleranz“ dargestellt.


Aber heißt „innerhalb der Toleranz“ auch, dass die Merkmale tatsächlich „innerhalb der Toleranz“ liegen? Was auf den ersten Blick relativ eindeutig erscheint, erweist sich in der Realität etwas schwieriger. Denn bei jeder Messung gibt es verschiedene Faktoren, die zu einer Unsicherheit der Messung beitragen.


Allgemeine Messunsicherheit

Die Messunsicherheit jeder taktilen Messung hängt von zahlreichen Einflussgrößen ab. Die wichtigsten sind dabei:

  • Umgebungsbedingungen

  • Tastersystem

  • Aufspannung

  • Geometrie des Prüfgegenstandes

  • Abweichungen am Koordinatenmesssystem (KMS)

In der Regel wird für die taktile Messung die maximal zulässige Längenmessabweichung MPE und die maximal zulässige Antastabweichung PFTU des verwendeten KMS betrachtet. Diese werden nach DIN EN ISO 1036-2 und DIN EN ISO 10360-5 ermittelt.


Messergebnisse und Korrelation


Bewertung von Prüfergebnissen

Um das Ergebnis einer Messung beurteilen zu können, muss eine Unsicherheitsbe-tachtung des Messwertes erfolgen.




Die Bewertung, ob ein Messergebnis innerhalb der spezifizierten Toleranzgrenzen liegt, kann nur sicher erfolgen, wenn der Messwert mit seiner zugehörigen Messunsicherheit betrachtet wird.


In der nebenstehenden Abbildung sind beispielhaft 5 Messwerte mit der jeweiligen merkmalsbezogenen Messunsicherheit ±MU dargestellt.


Nur für den Messwert ganz links kann eindeutig festgestellt werden, dass der Ist-Wert (Messwert) innerhalb der Toleranzgrenzen des Sollwertes liegt.


Merkmalsbezogene Messunsicherheit


Die praktikabelste Möglichkeit zur Berechnung der merkmalsbezogenen Messunsicherheiten erfolgt auf Grundlage der VDI/VDE 2617 Blatt 11. Hierbei werden die oben allgemein aufgeführten Faktoren separat betrachtet und die Berechnung der Messunsicherheiten einbezogen.


Um sicherzustellen, dass das Messergebnis mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% innerhalb des vorgegebenen Werteintervalls liegt, wird die berechnete Messunsicherheit mit dem Erweiterungsfaktor k=2 multipliziert.


Die Betrachtung der merkmalsbezogenen Messunsicherheiten ermöglicht eine transparentere Entscheidung, ob ein Messwert innerhalb oder außerhalb der spezifizierten Toleranzgrenzen liegt.


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